24. August 2026

allianz-erde.org

Medien- und Radioteam

Der Kalergi Plan – Steckt Marokko hinter dem Migranten-Ansturm?

 

Die Königsfamilie Marokkos gehört der Dynastie der Alawiden an, die seit 1664 das Land regiert. Derzeitiger König ist Mohammed VI. (*1963) der am 23. Juli 1999 den Thron bestieg.

Seine Söhne sind der Kronprinz Moulay El-Hassan, der am 8. Mai 2003 geboren wurde, und Prinzessin Lalla Khadija (*2007). Die Königsfamilie besteht zudem aus König Mohammeds Schwestern, Prinzessin Lalla Meryem und Prinzessin Lalla Asma (*1965), sowie seinem Bruder Prinz Moulay Rachid (*1970).

Die Alawiden sollen ursprünglich aus dem Hedschas stammen, von wo sie Ende des 13. Jahrhunderts nach Marokko zogen. Im Hedscha liegen Mekka und Medina, die beiden heiligen Stätte des Islams.

Hedscha gehört zum heutigen Saudi-Arabien. Der Familienüberlieferung nach soll die Dynastie der Alawiden vom Propheten Mohammed abstammen, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete.

Seit dem Alhambra-Edikt vom 31. März 1492 (die Vertreibung der Juden aus Spanien), auch als Gerush Sfarad bezeichnet, ist Marokko ein Zufluchtsort für die iberischen Juden (Sepharden).

Das Sultanat Marokko zählte vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert zu den Barbareskenstaaten. Die Haupteinnahmequelle der Barbareskenstaaten war die Kaperei und damit einhergehend Menschenraub, Sklavenhandel und Lösegelderpressung, weshalb diese Staaten auch als Piraten- oder Seeräuberstaaten bezeichnet wurden. (🚨 🛂 Ceuta: Es ist eine islamische Invasion von Europa – gezielte Eskalation?)

Modernen Schätzungen zufolge wurden in den Barbareskenstaaten zwischen 1530 und 1780 etwa 1,25 Millionen Menschen versklavt, die meisten davon durch Raubzüge an den Küsten Italiens, Spaniens und Portugals. Die Zahl entspricht etwa einem Zehntel des transatlantischen Sklavenhandels.

Eine weitere Besonderheit im regionalen Vergleich ist, dass Marokko – anders als Algerien und Tunesien – nie vom osmanischen Reich besetzt oder beherrscht wurde.

Im Spanisch-Marokkanischen Krieg vom 22. Oktober 1859 bis 26. April 1860 siegte Spanien und erlangte die Souveränität über die Enklaven Ceuta und Melilla.

 

2021/2026: Instrumentalisierung von Migration

Spanien verzeichne seit drei Jahren rückläufige Ankunftszahlen. Im Vergleich zu Italien oder Griechenland war der Migrationsdruck zuletzt deutlich geringer gewesen.

Warum hatten die marokkanischen Behörden plötzlich aufgehört, die Menschen an der Ausreise zu hindern? Auch internationale Beobachter sehen mögliche politische Hintergründe.

Die New York Times berichtet, dass mehrere Analysten vermuten, Marokko könnte über die jüngsten Annäherungen zwischen Spanien und Algerien verärgert sein. Erst vergangene Woche hatte Spanien ein Abkommen mit Algerien unterzeichnet, um die Gasimporte aus dem nordafrikanischen Land auszubauen.

Bereits im Jahr 2021 gelangten innerhalb kurzer Zeit rund 6’000 Menschen aus Marokko nach Ceuta. Auslöser war damals ein aussenpolitischer Streit zwischen Spanien und Marokko gewesen, unter anderem wegen der Westsahara-Frage.

 

Facebook schaltet große Gruppen ab, die eine Invasion in Spaniens Ceuta koordinierten

Nach intensiven Untersuchungen auf X hat Meta fünf große Facebook-Gruppen abgeschaltet, die aktiv groß angelegte illegale Grenzübertritte in die spanische Exklave Ceuta koordinierten. 

Mit insgesamt über 230.000 Mitgliedern dienten diese Gruppen als Anlaufstellen für potenzielle Migranten, um Seerouten zu planen, Telefonnummern auszutauschen, Ausrüstung für den Grenzübertritt zu kaufen und die Logistik zu koordinieren.

Die Schließungen erfolgen vor dem Hintergrund von Videos in den sozialen Medien, die belegen, dass bereits über 50.000 Migranten erfolgreich in der kleinen spanischen Exklave an der Grenze zu Marokko angekommen sind und die lokalen Sicherheits- und Aufnahmekapazitäten an ihre Grenzen bringen.

Die verbotenen Gruppen, die unter Namen wie Hraga Ceuta und Haraga_ceuta operierten , missachteten offen die Facebook-Nutzungsbedingungen, die die Beihilfe zum Menschenschmuggel verbieten.

Online geteilte Screenshots zeigten, wie Gruppenmitglieder detaillierte Karten von Seewegen nach Ceuta und Melilla austauschten, Reisegruppen organisierten und sogar kostenpflichtige Führungen anboten.

Einige Beiträge feierten die Überfahrten und stellten die Massenmigrationen als „Befreiung“ des spanisch kontrollierten Gebiets dar, während andere sich rein auf praktische Details konzentrierten, etwa wie man spezielle Zaunzangen beschafft.

Ein umstrittenes Regularisierungsdekret der Regierung von Premierminister Pedro Sánchez erlaubt es illegalen Einwanderern, ab dem Tag der Einreichung ihres Asylantrags zu arbeiten, setzt alle aktiven Abschiebungsanordnungen aus und gewährt ihnen nach der Genehmigung Zugang zur Sozialversicherung.

Obwohl die Schließung der koordinierenden Social-Media-Seiten die von den Schmugglernetzwerken genutzte digitale Infrastruktur gestört hat, bleiben die lokalen Behörden in höchster Alarmbereitschaft, da die Ankünfte täglich andauern.

The Ceuta invasion is being coordinated by Facebook groups. @finkd

The flagship group description: „Ceuta by every route #hraga_ceuta — Migration is an idea, and the idea does not die.“

There are countless posts soliciting people to go with others. This is in clear violation… https://t.co/hfi7I6riQi

— DataRepublican (small r) (@DataRepublican) July 30, 2026