Ein Erbe oder eine großzügige Schenkung klingt erst einmal nach einem Glücksfall. Doch was viele nicht wissen: Das Finanzamt sitzt hier oft still mit am Tisch – und kann sich je nach Situation einen erschreckend großen Teil abholen. Der Unterschied zwischen „fast steuerfrei“ und „mehrere Hunderttausend Euro an den Staat“ hängt an ein paar Regeln, die man kennen sollte, bevor es so weit ist.
Im Mittelpunkt stehen die Freibeträge, die davon abhängen, wie eng man verwandt ist: 500.000 Euro für Ehe- und Lebenspartner, 400.000 Euro für Kinder pro Elternteil, 200.000 Euro für Enkel und nur 20.000 Euro für Geschwister, Nichten, Neffen oder unverheiratete Partner. Ein Beispiel zeigt die Brisanz: Bei 700.000 Euro zahlt ein erbendes Kind rund 33.000 Euro Steuer, ein unverheirateter Partner für denselben Betrag dagegen rund 204.000 Euro. Die Steuersätze reichen von 7 bis 30 Prozent, in der Spitze bis zu 50 Prozent.
Das Video richtet sich an Familien, Ehepaare, unverheiratete Paare, Eltern, Großeltern und alle, die Vermögen übertragen oder erben werden. Der stärkste legale Hebel ist die Zehnjahresregel: Freibeträge lassen sich alle zehn Jahre neu ausschöpfen, sodass sich Vermögen über Schenkungen fast vollständig steuerfrei übertragen lässt. Dazu kommen die Steuerbefreiung für das selbst genutzte Familienheim, Freibeträge für Hausrat sowie die oft übersehene Pflicht, jede Schenkung innerhalb von drei Monaten anzuzeigen.
Das lernst du im Video:
Verstehen, welche Freibeträge je nach Verwandtschaftsgrad gelten
Berechnen, warum derselbe Betrag mit oder ohne Trauschein über 170.000 Euro Unterschied macht
Einordnen, wie sich die Steuersätze von 7 bis 50 Prozent staffeln
Nutzen, wie die Zehnjahresregel Freibeträge mehrfach ausschöpft
Erkennen, wie das selbst genutzte Familienheim komplett steuerfrei bleibt
Beachten, warum jede Schenkung innerhalb von drei Monaten gemeldet werden muss
Vermeiden, durch zusammengerechnete Schenkungen unbemerkt über den Freibetrag zu rutschen
Mitnehmen, welche zusätzlichen Freibeträge für Hausrat und Versorgung es gibt
