Unter den italienischen Vulkanen an der Küste Kampaniens brodelt eine unsichtbare und gewaltige Urgewalt. Tief unter dem Tyrrhenischen Meer und direkt unter den dicht besiedelten Phlegräischen Feldern erstrecken sich riesige Magmakammern sowie der gewaltige Unterwasservulkan Marsili. Während die vulkanische Aktivität und der Zement der Antike fruchtbare Böden und historische Handelszentren wie Pozzuoli schufen, hebt und senkt der sogenannte Bradyseismus das Land bis heute unaufhörlich. Wissenschaftler beobachten den Zustand des aktiven Supervulkans und die Gefahr gewaltiger Tsunamis durch abrutschende Vulkanflanken mit größter Sorge. Zwischen antiken Mythen und modernster Forschung steht die Region im ständigen Spannungsfeld zwischen blühendem Leben und einer drohenden Naturkatastrophe.
