27. Juli 2026

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Medien- und Radioteam

CERN wird abgeschaltet – Was ist da wirklich los? (Video)

 

Das CERN in Genf gilt als das größte Forschungslabor der Welt. Vielfach wird in den Netzmedien behauptet, dass sich hinter den Toren der Anlage mehr als Forschung und Wissenschaft verbirgt. Rätselhafte Symbolik, Mythen und Verschwörungstheorien zeichnen ein düsteres Bild von diesem Ort, der Menschen auf der ganzen Welt fasziniert. Von Frank Schwede

CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eines der größten renommiertesten Zentren für physikalische Grundlagenforschung der Welt. An diesem Ort suchen Forschende nach den fundamentalen Gesetzen des Universums.

Viele glauben, dass sich hinter den Toren der Anlage etwas Geheimnisvolles verbirgt. Der Ort ist voll mit Symbolik, die mit alten Mythen in Verbindung stehen. Die wilden Geschichten reichen von der Zerstörung der Erde durch schwarze Löcher bis hin zu Portalen in andere Dimensionen.

Woher kommen all diese Geschichten? Die Theorie dahinter: Das Ziel der Experimente sei in Wahrheit nicht die Physik, sondern das Öffnen von Dimensionstoren, um Dämonen. Außerirdische oder Gottheiten in unsere Welt zu lassen.

Es wird auch behauptet, dass der Large Hadron Collider (LHC) dazu in der Lage ist, schwarze Löcher zu öffnen. Nur mal angenommen, bei einem Experiment am LHC, wo Protonen mit sehr hoher Energie aufeinander geschossen werden, würde tatsächlich ein Schwarzes Loch entstehen, exotische, physikalische Theorien geben solche Szenarien durchaus her, müsste es erstens mindestens sechs Raumdimensionen geben und zweitens würden sich diese schwarzen Löcher auch extrem schnell wieder auflösen.

Tatsache ist: der LHC ist nichts anderes als ein Teilchenbeschleuniger, eine Maschine, die extrem starke Magnetfelder verwendet, um Strahlen von subatomaren Teilchen aufeinander zu schießen.

Diese Strahlen bewegen sich nahezu mit Lichtgeschwindigkeit, und wenn sie kollidieren, können Forschende sehen, wie das Universum direkt nach dem Urknall aussah.

Bisher aber ist es Wissenschaftlern am CERN noch nicht gelungen, ein schwarzes Loch zu finden. Aus physikalischer Sicht betrachtet wäre ein schwarzes Loch nach Meinung von Physikern sogar interessant, weil es über das Higgs-Boson hinaus ein klarer Hinweis auf eine Physik jenseits des Standardmodells wäre.

Woher also all die Gerüchte rund um die Forschungsanlage? Schon zu allen Zeiten fühlten sich Menschen von geheimnisvollen Orten, das CERN ist für viele so ein geheimnisvoller Ort, in den Bann gezogen. (✨ Projekt Matrix-Exit: Maya, CERN und der finale Solar-Flash (Video))

 

Schwarze Löcher und Portale

In den Netzmedien wird auch behauptet, dass das CERN sei ein Ort sei, an dem Götter verehrt werden. Grund zu der Annahme sind neben einer Reihe  geheimnisvoller Symbole vor allem Gerüchte in den Netzmedien.

Es soll sogar Physiker geben, die behaupten, dass die Organisation, die mit den Experimenten am LHC zu tun hat, selbst hinter den Gerüchten steckt, indem sie ein paar Leute inspiriert hat, fantastische Geschichten zu verbreiten, dass die Medien Interesse an die Experimente zeigen.

Wenn etwa behauptet wird, dass ein Experiment den Weltuntergang durch die Schaffung eines schwarzen Lochs einläuten kann, oder es möglich ist, die Realität zu verändern, ein Portal in ein Paralleluniversum zu öffnen, dann springen sofort alle Medien auf den Zug, weil das spannend klingt.

Außer schwarzen Löchern und Paralleluniversen gibt es noch weitere interessante Gerüchte aus der Welt der Mystik. Das Forschungslabor befindet nahe der Grenze zu Frankreich.

Zufällig soll sich an diesem Ort in grauer Vorzeit ein antiker römischer Tempel befunden haben, der Apollyon, dem Engel des Abgrunds gewidmet war, der im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes (Kapitel 9, Vers 11) als König über eine Armee dämonischer Heuschrecken erwähnt wird, um die Menschen zu quälen.

Auf Hebräisch wird er Abaddon (Zerstörung) genannt. Er fungiert als Personifikation der Unterwelt und des Verderbens. In der Offenbarung wird erwähnt, dass der Zerstörer am Ende der Zeiten erscheinen wird. Er beschreibt sein Heer als nichtmenschliche Wesen in fliegenden Apparaten, die zur Zerstörung gerüstet sind.

In der Offenbarung steht: „Ihre Gesichter waren wie Menschengesichter. Ihre Zähne waren wie die von Löwen. Sie hatten eiserne Brustpanzer und das Geräusch ihrer Flügel war wie das Dröhnen vieler Pferdewagen, die in die Schlacht ziehen. Sie hatten Schwänze wie Skorpione und auch Stachel und mit ihren Schwänzen hatten sie Macht, den Menschen fünf Monate lang Schaden zuzufügen.“

Viele Forscher sind davon überzeugt, dass sich in der Antike dort, wo sich heute das Forschungslabor befindet, ein natürliches dimensionales Portal befand, durch das diese Wesen ein- und ausgingen und dass es kein Zufall ist, dass dieser Ort als Standort der Anlage ausgewählt wurde.

Die Schweizer Medizinerin, Autorin und Beraterin Astrid Stuckelberg hat mehr als 20 Jahre die WHO und die Vereinten Nationen beraten. Bei einem Abendessen gestanden ihr nach eigener Aussage zwei CERN-Physiker, dass sie mit 17 Realitätsdimensionen arbeiteten.

Die Wissenschaftler erklärten auf Nachfrage von Stuckelberg, dass es unterhalb der Forschungseinrichtung ein Portal gebe, durch das fremde Wesen kommen und gehen. Sie sagten: Eines Tages kam ein Wesen aus dem Portal. Es setzte sich an den Tisch. kein Mensch. Unscheinbar. Stuckelberg betont, die Welt stehe am Abgrund. Wir spielen weiterhin mit Kräften, die wir nicht verstehen.

Das CERN wurde in der Vergangenheit außerdem mehrfach beschuldigt, Symbole der Illuminaten zu verwenden, beispielsweise das LOGO, das dreimal die Zahl 6 zeigt.

Außerdem befindet sich am Eingang zum Forschungslabor eine Statue des tanzenden hinduistischen Gotts Shiva (Nataraja). In dieser Form symbolisiert er den kosmischen Tanz, durch den er das Universum erschafft, erhält und letztlich wieder zerstört.

Im Internet kursierte 2016 ein Video, das beweisen soll, dass vor dieser Statue heidnische Kulte, Rituale oder inszenierte Menschenopfer zelebriert werden. Auf dem Video sind mehrere Personen in schwarzen Gewändern zu sehen, die die Statue umringen und offenbar ein Menschenopfer zu ihren Ehren durchführen.

Von offizieller Seite wurde später erklärt, es habe sich lediglich um einen Scherz gehandelt. Allerdings bleibt die Frage, welche Absicht sich hinter so einer makaberen Handlung verbirgt. Möglicherweise war es ja tatsächlich nur ein Medienspektakel.

Forschende haben festgestellt, dass die Stillstände des Teilchenbeschleunigers mit bestimmten astronomischen Ereignissen zusammenfallen. Beispielsweise wurde  CERN Ende 2012 abgeschaltet, also genau zum Schlüsseldatum des Mayakalenders.

Laut Auskunft der Organisation, soll es sich um eine jahreszeitbedingte Abschaltung gehandelt haben. Auch während der Sonnenfinsternis 2024 wurde die Anlage abgeschaltet – diesmal angeblich aufgrund technischer Testläufe.

Kritiker behaupten auch, dass der Teilchenbeschleuniger die natürliche Bewegung der Erde stört und eine Schwingung der Angst auf die Menschen überträgt.

Der LHC-Ring besitzt eine Länge von 27 Kilometern und geht 45 bis 175 Meter tief in die Erde. Für Physiker ist er lediglich ein Teilchenbeschleuniger, für jemand, der an die Macht der Symbolik glaubt, viel mehr.

Der Kreis steht in allen Kulturen für das Ewige, für das, was weder einen Anfang noch ein Ende hat, für den kosmischen Zyklus und die Ganzheit. Auch wenn CERN kein Tempel im klassischen Sinne ist, sehen Kritiker in ihm eine gewisse Ähnlichkeit.

Der Grund: Die Anlage befindet sich tief unter der Erde, sie bildet einen kreisförmigen Ring, eines der ältesten Symbole der Menschheit, und weckt offenbar unsichtbare Kräfte und verwendet eine Sprache, die wie Magie klingt.

Für Kritiker steht also außer Zweifel, dass an diesem Ort Kräfte walten, die ein Großteil der Menschheit noch immer nicht vollständig versteht. Gerne wird das CERN auch mit der keltischen Gottheit Cernunnos in Verbindung gebracht, der Gott der Natur, der Tiere, der Fruchtbarkeit und der Unterwelt.

 

Mehr als nur ein Teilchenbeschleuniger?

CERN ist für die Netzgemeinde ein Mysterium. In ihren Augen hat die Wissenschaft an diesem Ort den Platz eingenommen, den noch in der Antike die Götter inne hatten. Das bietet natürlich reichlich Stoff für fantastische Erzählungen. Egal, ob die Geschichten stimmen oder nicht. Sie faszinieren. Allein diese Tatsache zählt.

Am 29. Juni 2026 wurde CERN abgeschaltet. Gleich für ganze vier Jahre. Der LHC befindet sich in der sogenannten dritten Langzeitabschaltung, um bis zum Jahr 2030 umfassend modernisiert zu werden.

Ziel der Modernisierung ist der Umbau zum „High-Luminosity. Dadurch soll die Leistung des Teilchenbeschleunigers deutlich erhöht und eine zehnmal höhere Datenmenge für zukünftige physikalische Entdeckungen ermöglicht werden.

Rund um die Abschaltung kursieren derzeit wilde Theorien. In einem Facebook-Beitrag wurde behauptet, dass CERN die künstliche Matrix aufrecht hält. Angeblich werden Updates eingespielt, weil die Menschen die Illusion durchblicken.

Die Wiedereröffnung soll im Juni 2030 erfolgen. Zeitgleich mit der geplanten Einführung der Agenda 2030. Zufall oder auch bloß eine wilde Netz-Verschwörungstheorie?

Natürlich ist das CERN kein religiöser Tempel, das wird er auch nie sein, dafür aber ein Ort, der die Fantasie vieler Zeitgenossen zu regelrechten Höhenflügen anregt, was wohl damit zusammenhängt, dass die Anlage für die Öffentlichkeit tabu ist und der Tatsache, dass nur wenige Wissenschaftler Zugang zu diesem Ort haben.

Früher haben solche Geschichten nur einen kleinen Kreis von Freunden erreicht, heute in Zeiten von Social Media, werden aus einer Handvoll Freunde in Windeseile Millionen.

Man hört und sieht sich diese Geschichten auf YouTube oder anderen sozialen Plattform an – und schon fühlt man sich in den Bann gezogen, weil wir ständig auf der Suche nach neuen interessanten Informationen sind.

Ob das CERN tatsächlich ein Ort ist, an dem sich moderne Wissenschaftler und Götter die Hand reichen und der Teilchenbeschleuniger mehr ist als nur Labormaschine, muss jeder für sich entscheiden.

Mehr über geheime Experimente lesen Sie im Buch „Antarktis: Hinter der Eiswand“ und im Buch „DUMBs: Von unterirdischen Welten, geheimen Energiewaffen und seltsamen Ereignissen„.