24. August 2026

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Die Sumerische Tafel, die einen Zweiten Mond beschreibt — Und die Nacht, in der er verschwand

 

Im Winter 1930 hoben deutsche Ausgräber in Uruk 63 Tontafeln aus einem
eingestürzten Magazinraum. 62 davon waren Verwaltungstexte. Die 63. trug
zwei gezogene Zählspalten — und eine davon hört mitten auf der Tafel auf,
in einer datierten Nacht, während die Spalte daneben weiterläuft.

Die Tafel bekam nie ein Museums-Serienzeichen. Im Feldtagebuch steht sie
auf Blatt 214, Eintrag 7, mit einer Beschreibung aus 4 Wörtern:
Nachtliste, 2 Spalten, unvollständig.

1968 rechnete Anneke Lohbrunner die zweite Spalte zum ersten Mal als Daten
durch, nicht als Fehler. 80 Einträge über 417 Nächte. Ein Abstand, der über
14 Monate schrumpft — und in den letzten 30 Nächten wieder wächst. Dann ein
Ausfallzeichen, und 11 von Hand gezogene leere Nächte.

Was ein Objekt physikalisch sein muss, um eine solche Aufzeichnung zu
hinterlassen, ergibt sich aus 3 Messungen. Die moderne Astronomie hat für
diese Abfolge einen Namen — und er lautet nicht zweiter Mond.