Seit 40.000 Jahren verbarg Vanguard Cave ein Geheimnis hinter einer Wand aus verdichtetem Sand – kein eingestürztes Gestein, kein natürlicher Schutt, sondern eine bewusst angelegte Versiegelung. Als Archäologen nach neun Jahren Ausgrabungsarbeit endlich durchbrachen, betraten sie eine Kammer, die seit dem letzten Neandertaler unberührt geblieben war. Was sie dort vorfanden, ähnelte weniger einem uralten Unterschlupf als den Überresten eines erschreckenden Ereignisses. Tiefe Kratzspuren zogen sich von innen durch massiven Kalkstein. Knochen von Raubtieren, die niemals denselben Raum hätten teilen dürfen. Eine Meeresmuschel, in völliger Dunkelheit ins Innerste der Höhle getragen und dort abgelegt. Jemand hat diese Kammer von außen verschlossen – und etwas darin hat verzweifelt versucht, zu entkommen.
