24. August 2026

allianz-erde.org

Medien- und Radioteam

Erstes Schuldbekenntnis einer „Covid-Verschwörung“ im Fauci-Umfeld: Wer ist der Nächste – oder bleibt Morens das Bauernopfer?

 

Die jahrelange Aufarbeitung der Vorgänge rund um die Corona-Pandemie hat erstmals zu einem Schuldbekenntnis mitten aus dem früheren Umfeld von Anthony Fauci geführt. David Morens, langjähriger leitender Berater am National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), hat sich vor einem US-Bundesgericht der Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten schuldig bekannt.

Morens war kein unbedeutender Mitarbeiter. Von 2006 bis 2022 arbeitete er als leitender Berater im Büro des NIAID-Direktors und beriet hochrangige Mitarbeiter zu Infektionskrankheiten. Laut US-Justizministerium sammelte er während der Pandemie zudem Informationen über die Entstehung von Covid-19 und frühere Coronavirus-Forschung von NIH und NIAID.

Fauci-Seniorberater David Morens gesteht sich „schuldig im Sinne der Anklage wegen Verschwörung zum Begehen von Straftaten und zum Betrug der Vereinigten Staaten“ in Zusammenhang mit der Verschwörung mit Fauci, Daszak, Keusch und anderen, um die Öffentlichkeit über NIH-finanzierte Gain-of-Function-Forschung und den Ursprung von COVID zu betrügen.

Kommunikation bewusst vor der Öffentlichkeit verborgen

Im Zentrum des Falls stehen ausgerechnet jene Themen, die jahrelang zu den umstrittensten Fragen der Pandemie gehörten: EcoHealth Alliance, Coronavirus-Forschung und das Wuhan Institute of Virology.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vereinbarten Morens und seine Mitverschwörer, Kommunikation bewusst über Morens’ privates Gmail-Konto laufen zu lassen, damit sie bei Anfragen nach dem Freedom of Information Act (FOIA) nicht öffentlich würde. Die Kommunikation betraf unter anderem einen NIAID-finanzierten Forschungszuschuss, von dem Mittel an das Wuhan Institute of Virology weitergeleitet worden waren.

Besonders brisant: Laut Anklage wollten Morens und seine Mitstreiter nicht nur die gestrichene Forschungsförderung wiederherstellen, sondern auch der Darstellung entgegenwirken, SARS-CoV-2 könne aus einem Labor stammen. Über den privaten Kommunikationskanal sollen außerdem nicht öffentliche NIH-Informationen ausgetauscht und Informationen an einen hochrangigen NIAID-Verantwortlichen weitergeleitet worden sein.

Morens hat nun eingeräumt, sich an der Verschwörung zur Umgehung staatlicher Transparenzpflichten beteiligt zu haben. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis; die Strafverkündung ist für den 12. November vorgesehen.

Wie weit wird die Aufarbeitung reichen?

Damit ist allerdings weder bewiesen, dass SARS-CoV-2 aus dem Wuhan-Labor stammt, noch dass Anthony Fauci Teil dieser Verschwörung war. Fauci ist in diesem Verfahren nicht angeklagt.

Doch der Fall wirft eine andere Frage auf: Bleibt die strafrechtliche Aufarbeitung bei Morens stehen?

Denn schon die Anklage spricht ausdrücklich von mehreren Mitverschwörern. Wenn ein hochrangiger NIAID-Berater gemeinsam mit anderen Kommunikation vor der Öffentlichkeit verbarg, interne Informationen weitergab und gleichzeitig an der Auseinandersetzung um EcoHealth und die Laborhypothese beteiligt war, dürfte nun entscheidend sein, ob die Ermittler die Verantwortlichkeiten weiter nach oben und nach außen verfolgen.

Morens könnte damit der erste Dominostein sein – oder am Ende derjenige, bei dem die Aufarbeitung endet. Genau daran wird sich zeigen, ob der Fall tatsächlich der Beginn einer umfassenderen Untersuchung der Vorgänge während der Pandemie ist oder ob der ehemalige Fauci-Berater als Bauernopfer zurückbleibt.

 

Erstes Schuldbekenntnis einer „Covid-Verschwörung“ im Fauci-Umfeld: Wer ist der Nächste – oder bleibt Morens das Bauernopfer?