1. September 2026

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Neue Mails zeigen: „Dies könnte einen Doomsday auslösen“: Fauci verteidigte die riskanten Virusexperimente – und ordnete an, brisante E-Mails vollständig zu löschen

 

Neu veröffentlichte Dokumente werfen erneut Fragen über Anthony Faucis Umgang mit der umstrittenen Gain-of-Function-Forschung auf. Wie RedState berichtet, zeigen E-Mails aus dem Jahr 2012, dass der damalige NIAID-Direktor nicht nur über die möglichen katastrophalen Folgen solcher Experimente informiert war, sondern in diesem Zusammenhang auch die vollständige Löschung einer internen Nachricht verlangte.

Im Mittelpunkt standen Experimente mit dem hochgefährlichen Vogelgrippevirus H5N1. Forscher hatten das Virus so verändert beziehungsweise selektiert, dass es sich schließlich über die Luft zwischen Frettchen übertragen konnte – einem wichtigen Tiermodell für die Übertragung von Influenza beim Menschen. Finanziert wurde die Forschung durch Faucis Behörde NIAID.

Die Experimente lösten schon damals massive Sicherheitsbedenken aus. Der Wissenschaftsjournalist Philip Boffey warnte in der New York Times vor einem möglichen „engineered doomsday“, also einer menschengemachten Katastrophe. Sollte ein derart manipuliertes Virus versehentlich aus einem Labor entkommen oder absichtlich missbraucht werden, könnten die Folgen verheerend sein.

Die Gefahr war den Verantwortlichen damit keineswegs unbekannt. Fauci selbst verteidigte die Forschung dennoch. Gemeinsam mit dem damaligen NIH-Direktor Francis Collins und Gary Nabel argumentierte er, dass der wissenschaftliche Nutzen die Risiken rechtfertigen könne. Fauci bezeichnete die Forschung sinngemäß als ein Risiko, das es wert sei, eingegangen zu werden.

Genau darüber entbrannte ein heftiger Streit. Biosecurity-Experten wollten verhindern, dass sämtliche Details der Experimente veröffentlicht wurden, weil diese Informationen zum Nachbau eines gefährlichen Virus missbraucht werden könnten. Fauci setzte sich dagegen für die Forschung und die Veröffentlichung ein.

Als Boffey im März 2012 erneut über das „Doomsday“-Risiko schrieb und zugleich darauf hinwies, dass die Reputation des NIH auf dem Spiel stehe, reagierte Fauci intern verärgert. Er bezeichnete den Journalisten als „völlig daneben“ und „Unruhestifter“.

Dann folgt die heute besonders brisante Passage. Fauci schrieb einem Mitarbeiter von seinem offiziellen NIH-Konto:

„Please delete this e-mail and then delete from the deleted file.“

Die E-Mail sollte also nicht lediglich gelöscht, sondern anschließend auch aus dem Ordner mit den gelöschten Nachrichten entfernt werden.

Das wirft Fragen auf, weil Fauci 2024 vor dem Kongress gefragt wurde, ob er offizielle Unterlagen gelöscht habe. Seine Antwort lautete: Nein. Auch den Versuch, die Herausgabe von Dokumenten über das Informationsfreiheitsgesetz FOIA zu behindern, bestritt er.

RedState verweist zudem darauf, dass weitere Nachrichten aus dem Jahr 2020 bekannt geworden seien, in denen Fauci Empfänger ebenfalls angewiesen habe, E-Mails nach dem Lesen zu löschen. Damit steht die Frage im Raum, wie diese dokumentierten Löschanweisungen mit seiner späteren Aussage vor dem Kongress zusammenpassen.

Zusätzliche Brisanz erhält die Geschichte durch Faucis ehemaligen leitenden Berater David Morens. Dieser hat sich inzwischen im Zusammenhang mit dem gezielten Verbergen von Regierungsunterlagen und der Umgehung von Informationsfreiheitsregeln schuldig bekannt. Nach RedState benutzte Morens private Kommunikationswege, um bestimmte Nachrichten dem Zugriff über FOIA zu entziehen.

Bemerkenswert ist schließlich auch Faucis präventive Begnadigung durch Joe Biden. Sie erfasst mögliche Bundesdelikte ab dem 1. Januar 2014. Die jetzt diskutierte Löschanweisung stammt jedoch aus 2012 und fällt damit zeitlich nicht darunter. Daraus folgt allerdings nicht automatisch, dass Fauci deswegen strafrechtlich verfolgt werden könnte.

Der entscheidende Punkt bleibt ein anderer: Schon Jahre vor Covid wurde ausdrücklich davor gewarnt, dass Experimente mit gefährlicheren und leichter übertragbaren Viren im schlimmsten Fall eine menschengemachte Katastrophe auslösen könnten. Fauci kannte diese Debatte und verteidigte die Forschung – während nun Dokumente zeigen, dass er im selben Zusammenhang eine interne E-Mail vollständig gelöscht sehen wollte.

 

Neue Mails zeigen: „Dies könnte einen Doomsday auslösen“: Fauci verteidigte die riskanten Virusexperimente – und ordnete an, brisante E-Mails vollständig zu löschen