27. Juli 2026

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Prometheus-Projekt: Quarantäne gegen den Willen und medizinische Maßnahmen für Menschen ohne Symptome

 

Nachdem eine gesunde US-Amerikanerin gegen ihren Willen in Quarantäne gesteckt wurde – trotz eines negativen Hantavirus-Tests –, kam heraus, dass die DARPA, eine Behörde des Verteidigungsministeriums, solche Szenarien schon 2016 erforschte.

Im Jahr 2016 startete die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) das Projekt Prometheus. Dabei handelt es sich um ein militärisches Forschungsprogramm, das mithilfe eines molekularen Tests und computergestützter Modellierung feststellen soll, ob eine Person ohne Symptome «wahrscheinlich Krankheiten verbreitet». Ziel war es, Quarantäne und medizinische Eingriffe zu ermöglichen – vor Ausbruch der Krankheit.

Wie der US-Journalist Jon Fleetwood berichtet, wurde diese Information enthüllt, nachdem das US-Gesundheitsministerium (HHS) kürzlich eine symptomfreie Amerikanerin gegen ihren Willen zur Quarantäne nötigte, nachdem sie negativ auf das Hantavirus getestet worden war.

Prometheus ist für Fleetwood eines der deutlichsten Beispiele für das Bestreben der DARPA, die angebliche Reaktion auf Infektionskrankheiten weg vom Abwarten auf beobachtbare Krankheitszeichen hin zu einer «prädiktiven» Analyse angeblicher genetischer Veränderungen im menschlichen Körper zu verlagern.

Dies wirft für ihn Fragen darüber auf, inwieweit Regierungen sich bei drastischen Entscheidungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zunehmend auf Computermodelle – statt auf beobachtbare klinische Beweise – stützen könnten. (💉 Die DARPA-Operation „PROPHECY“ aus dem Jahr 2010 finanzierte UNC-Netzwerk zur Erstellung des genetischen Bauplans zukünftiger Pandemie-Coronaviren)

Dazu gehören:

  • Was passiert, wenn ein Computer anzeigt, dass man ansteckend ist, man aber keine Symptome hat?
  • Könnten Regierungen auf der Grundlage dieser Vorhersage letztendlich Quarantänemaßnahmen verhängen oder medizinisch eingreifen?
  • Und wenn der Computer falsch liegt, wie könnte man das überhaupt beweisen?

 

Vorhersage der Ansteckungsgefahr

Die DARPA fasst das Ziel ihres Programms in ungewöhnlich direkter Sprache zusammen. Auf der Prometheus-Website der Behörde heißt es:

«Das Prometheus-Programm zielt darauf ab, die militärische Einsatzbereitschaft und die Gesundheit der Streitkräfte durch die Entwicklung eines Prognosetests zu verbessern, mit dem festgestellt werden kann, ob eine Person ansteckend ist, bevor sie Krankheitssymptome zeigt.»

Weiterhin erklärt die Behörde: «Das Ziel der DARPA ist es, einen molekularen Test zu entwickeln, mit dem festgestellt werden kann, ob eine Person nach Kontakt mit einem Infektionserreger wahrscheinlich Krankheiten verbreiten wird, und innerhalb von 24 Stunden nach dem Kontakt vorherzusagen, ob diese Person ansteckend wird.»

Laut DARPA könnte dieser Test es militärischen Planern ermöglichen, potenziell ansteckende Personen zu identifizieren, bevor sie in den bei militärischen Einsätzen üblichen engen Quartieren Krankheiten übertragen.

Anstatt auf Symptome oder eine herkömmliche Diagnose zu warten, schlägt die DARPA vor, molekulare Biomarker zu nutzen, um die Ansteckungsfähigkeit vorherzusagen. Die Behörde schreibt

Diese biologischen Signale – oder Biomarker – würden durch die Charakterisierung der genetischen und molekularen Immunreaktionen einer Person identifiziert, die entsprechenden Daten mithilfe fortschrittlicher computergestützter Modellierung integriert.

Die DARPA gibt an, «eine Genauigkeit von 95 Prozent bei minimaler Anzahl von Biomarkern zur Vorhersage der Ansteckungsgefahr innerhalb von 24 Stunden nach Kontakt mit einem Krankheitserreger» anzustreben.

Nach eingehender Analyse des Themas zieht Fleetwood sein Fazit: Im Zusammenhang mit dem breiteren Biotechnologie-Portfolio der DARPA – einschließlich der Projekte ProphecyEcho und Prepare, – spiegele Prometheus den allgemeinen Wandel der Behörde wider, computergestützte Modelle der Humanbiologie zu nutzen, um umsetzbare Entscheidungen zu treffen, bevor diese durch herkömmliche klinische Beobachtung bestätigt

Da Regierungen weiterhin Technologien entwickeln würden, die angeblich biologische Vorhersagen treffen können, bevor diese Vorhersagen unabhängig beobachtet oder auf herkömmliche Weise überprüft werden, lasse sich eine Frage immer schwerer ignorieren:

«Wenn Entscheidungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit auf algorithmischen Vorhersagen statt auf beobachtbaren Beweisen beruhen, welche Mechanismen gewährleisten dann, dass diese Entscheidungen transparent, unabhängig überprüfbar und nachvollziehbar bleiben?»

Quellen: PublicDomain/transition-news.org am 26.07.2026