24. August 2026

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PEPE ESCOBAR: Trumps „Maximum Pressure“ gegen Iran ist gescheitert – Pakistan hält die Routen offen, 400 kg Uran bleiben verschwunden, Washington hat sein letztes Fenster verloren

 

In einem außergewöhnlichen Freitags-Special des Kanals „Transition Protocol“ analysieren der investigative Journalist Pepe Escobar und sein Kollege Mr. Z die aktuelle geopolitische Lage rund um Pakistan, Iran und die gescheiterte Vermittlungsrolle Islambads. Mit Informationen, die angeblich direkt aus dem Umfeld von General Asim Munir und dem pakistanischen Stellvertretenden Premierminister stammen, zeichnen sie ein Bild der zunehmenden Isolation der Trump-Administration und der Festigung der eurasischen Achse China-Pakistan-Iran.

Pakistan zwischen Fels und harter Stelle – und die klare Entscheidung für China und Iran

Pakistan befindet sich in einer höchst unangenehmen Position: zwischen den Forderungen der Trump-Administration und den strategischen Interessen Chinas und Irans. Trump hatte Islamabad „diplomatisch degradiert“, weil Pakistan sich weigerte, die überlandgebundenen Transitrouten nach Iran zu schließen. Es gibt insgesamt sechs solcher Routen sowie den Hafen von Gwadar, die für die iranische Wirtschaft essenziell sind. Über diese Wege gelangten und gelangen weiterhin Güter aus China und anderen Ländern nach Iran – und halten die iranische Wirtschaft am Laufen.

Laut den Quellen von Mr. Z, die er als „aktuell vor einer Stunde“ und direkt aus dem Umfeld von General Asim Munir beschreibt, hat die pakistanische Führung – zivil und militärisch – eine klare Entscheidung getroffen: Die Routen bleiben offen. Pakistan weicht keinen Zentimeter zurück. Diese Haltung wird durch Zusicherungen Chinas gestützt. Peking steht fest hinter Islamabad und Teheran. Die Führung in Islamabad kalkuliert zudem, dass Washington außerhalb Pakistans keine realistischen Alternativen hat. Katar und Oman verfügen nicht über die gleiche strategische Hebelwirkung, und Iran hat Trump unmissverständlich mitgeteilt, dass der Ausgangspunkt jeder Verhandlung der Islamabad-MOU bleibt.

Pepe Escobar unterstreicht, dass Trump damit den einzigen funktionierenden Vermittlungskanal der letzten zweieinhalb bis drei Monate selbst zerstört hat. Bis vor kurzem habe Trump noch fast täglich seinen „Lieblings-Feldmarschall“ Asim Munir angerufen und um einen Ausweg gebeten. Nun sei dieser Kanal weg – und niemand könne ihn ersetzen, weder Katar, Oman, die Türkei noch Ägypten.

Iran kann bis November durchhalten – und treibt Trump in die Enge

Iranische Quellen bestätigen, dass Teheran in der Lage ist, den maximalen Druck der USA bis November auszuhalten. Die Strategie besteht darin, die Trump-Administration auszuhungern und den Präsidenten – von Escobar polemisch als „vierjährigen Psycho-Toddler“ bezeichnet – in die Verzweiflung zu treiben. Trump habe keine Ausstiegsoptionen mehr. Die einzige verbliebene „Strategie“ Washingtons sei der totale wirtschaftliche und finanzielle Krieg gegen Iran in dem Glauben, das Land zu einer isolierten Insel machen zu können. Escobar hält das für geografisch und historisch absurd: Iran liegt am Kreuzungspunkt Eurasiens.

Die überlandgebundenen Korridore zwischen Iran, Pakistan und China bleiben unberührt. Chinesische Unternehmen, die nach Iran exportieren, umgehen bereits den US-Dollar und werden von Peking angewiesen, sekundäre Sanktionen zu ignorieren. Zusätzlich existiert die „Kaspische Express“-Verbindung mit Russland, die US-Drohnen praktisch nicht stören können, ohne einen direkten Konflikt mit beiden Ländern zu riskieren. Die China-Iran-Eisenbahn über Turkmenistan und Zentralasien ist ein Belt-and-Road-Projekt – ein Angriff darauf käme einem Angriff auf China gleich, was vor einem möglichen Xi-Besuch in Washington höchst unwahrscheinlich ist. Auch die bilateralen Treffen im Rahmen des bevorstehenden BRICS-Gipfels in Delhi (in gut drei Wochen) mit Russland, China, Iran sowie Kasachstan und Usbekistan werden die Handelsbeziehungen weiter stärken.

Die 10-Milliarden-Dollar-Frage und Chinas Sicherheitsnetz

Das eigentliche Druckmittel der USA gegen Pakistan sind die rund 10 Milliarden Dollar, die Islamabad vom IWF benötigt. Pepe Escobar bedauert, dass Pakistan weder BRICS-Mitglied noch Mitglied der New Development Bank ist – sonst hätte das Land das Geld dort statt beim IWF holen können. Mr. Z berichtet jedoch von einer bislang unveröffentlichten Entscheidung: In Gesprächen zwischen dem pakistanischen Stellvertretenden Premierminister Ishaq Dar (früher Finanzminister) und dem chinesischen Außenminister Wang Yi sei vereinbart worden, dass China Pakistan im Ernstfall den Rücken freihält. Wenn „push comes to shove“, werde Islamabad dem IWF den Rücken kehren und sich voll auf China stützen. Pakistan sei bereit, diesen Schritt zu gehen.

UAE-Handel verschiebt sich nach Pakistan – und der Versuch, einen iranischen General zu kaufen

Die VAE haben offiziell den Handel mit Iran eingestellt – ein Schritt, der Pakistan zugutekommt. Arrangements seien bereits getroffen, dass ein Großteil dieses Handels künftig über Pakistan laufe. Gleichzeitig berichtet Mr. Z von einem weiteren verzweifelten Versuch Washingtons: Der Präsident der Autonomen Region Kurdistan, Nechirvan Barzani, habe General Wahidi (IRGC) angeblich angeboten, die USA würden einen Militärputsch und Kriegsrecht in Iran unterstützen und ihn als neuen Führer anerkennen. Wahidi habe empört abgebrochen und jeglichen weiteren Kontakt in dieser Richtung untersagt. Die Quellen von Mr. Z – inklusive des Büros von Asim Munir und des iranischen Obersten Führers – wüssten davon. Es zeige die absolute Verzweiflung Trumps: Bestechung, Schmeichelei, Militäraktionen und nun Wirtschaftskrieg – nichts funktioniere.

Terrorismusrisko in Belutschistan und die größere eurasische Schachpartie

Escobar warnt vor der üblichen amerikanischen Taktik: verstärkte, von CIA, MI6 und Mossad koordinierte Terroraktivitäten in beiden Belutschistan-Regionen, besonders im pakistanischen Teil. Das sei das klassische Modus Operandi der USA im Globalen Süden. Dennoch bleibe die strategische Achse Peking-Islamabad-Teheran unantastbar. Beide Länder seien Schlüsselpartner Chinas im Belt-and-Road-Rahmen; der 25-Jahres-Vertrag über 400 Milliarden Dollar mit Iran und die China-Pakistan Economic Corridor-Investitionen in Gwadar würden weiter vertieft.

Das verschwundene Uran und das verlorene Fenster

Besonders brisant: Der Westen – und damit Trump – habe null Einblick, wohin die rund 400 kg angereichertes Material (im Transkript als „400 kg of inflationary regime“ wiedergegeben, im Titel des Videos als 440 kg fehlend bezeichnet) gegangen sei. Pakistan sei der einzige verbliebene Kanal, über den Trump überhaupt noch Informationen aus Teheran hätte erhalten können. Iran lasse sich von Drohungen mit taktischen Atomwaffen nicht einschüchtern. Die iranische Führung sei technisch bereit, eine Kernwaffe zu zünden – die Entscheidung liege allein beim Ayatollah. Sollte es zu einer Provokation kommen, werde Iran in den nächsten Wochen in die Offensive gehen. Ähnlich habe sich die russische Haltung gegenüber den USA in den letzten Wochen radikal geändert: Das „Spirit of Anchorage“-Kabuki sei als Nonsense erkannt, und Moskau wisse, dass Washington den Krieg gegen Russland endlos fortsetzen wolle.

Fazit: Die Achse hält – Trump treibt sich selbst in die Ecke

Sowohl Pakistan als auch Iran und China stehen fest. Das iranische Parlament (Majlis) stehe geschlossen hinter der Führung, dem Obersten Führer und dem IRGC. Trump habe sein einziges Vermittlungsfenster selbst zerstört. Die eurasische Integration schreitet voran, während die USA in taktischem Chaos, wirtschaftlichem Wunschdenken und der gefährlichen Normalisierung taktischer Atomwaffen versinken. Die iranische Führung setze darauf, dass das Trump-System bis zu den Midterms unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht – und ist gleichzeitig bereit, bei einer Provokation selbst in die Offensive zu gehen.

Die Botschaft des Specials ist klar: Trumps „Maximum Pressure“ ist gescheitert, bevor sie richtig begonnen hat. Pakistan hält die Türen offen, China steht dahinter, und Iran überlebt – bis November und darüber hinaus.

 

PEPE ESCOBAR: Trumps „Maximum Pressure“ gegen Iran ist gescheitert – Pakistan hält die Routen offen, 400 kg Uran bleiben verschwunden, Washington hat sein letztes Fenster verloren